Actaport gehört zu den etablierten cloudbasierten Kanzleisoftware-Lösungen. Wir vergleichen fünf Alternativen hinsichtlich Funktionen, Kosten, Flexibilität und Automatisierung, damit Sie die passende Lösung für Ihre Kanzlei finden.
Anna Pietsch, Strategy & Operations Lead · Juni 2026

Actaport ist eine cloudbasierte Kanzleisoftware, die im deutschsprachigen Markt fest etabliert ist und insbesondere von Kanzleien genutzt wird, die ihre Arbeitsprozesse ohne eigene IT-Infrastruktur digital organisieren möchten.
Die Software deckt die wichtigsten Bereiche des Kanzleialltags zuverlässig ab:
Wer eine cloudbasierte Lösung sucht, die klassische Kanzleiprozesse digital abbildet und einen schnellen Einstieg ohne technischen Aufwand ermöglicht, findet in Actaport eine solide Grundlage.

iusta ist eine browserbasierte Kanzleisoftware, mit der Kanzleien die gesamte juristische Wertschöpfungskette digitalisieren, automatisieren und flexibel abbilden können. Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Funktionen, sondern durchgängige Prozesse, die automatisiert und flexibel angepasst werden können. Dadurch können Kanzleien mit dem gleichen Team mehr Mandate bearbeiten. Besonders geeignet ist iusta für Kanzleien, die ihre Prozesse digitalisieren, effizienter organisieren und langfristig skalieren möchten.
Die Software ist vollständig cloudbasiert, ohne lokale Installation nutzbar, und wird als individuell konfigurierbare Plattform angeboten, deren Kosten sich nach Kanzleigröße und gewähltem Paket (iusta basic oder custom) richten.
Auf OMR Reviews bewerten Kanzleien VIER iusta mit 5,0 Sternen. Besonders häufig genannt werden der schnelle Einstieg in die produktive Nutzung und die Möglichkeit, Prozesse ohne technisches Vorwissen flexibel abzubilden. Die Zusammenarbeit mit dem Legal Engineering Team wird dabei regelmäßig als praxisorientiert und lösungsfokussiert hervorgehoben.
Was Kanzleien in der Praxis berichten, bestätigt das: Ob bei der Digitalisierung interner Abläufe oder der Automatisierung der Abrechnung – der manuelle Aufwand sinkt spürbar und die Prozesse werden klarer und nachvollziehbarer.
Das Ergebnis: Eine Kanzlei, die strukturierter arbeitet, weniger Zeit in Verwaltung investiert und mehr Kapazität für juristische Arbeit gewinnt.


Clio ist eine weltweit verbreitete Kanzleisoftware mit starkem Fokus auf Benutzerfreundlichkeit und modernem Design. Die Lösung richtet sich vor allem an digital affine Kanzleien, die einen schnellen Einstieg ohne großen Schulungsaufwand suchen. Die Kosten starten laut Anbieter bei 69$ pro Nutzer und Monat, steigen je nach Funktionsumfang jedoch auf bis zu 149 $ pro Nutzer und Monat. Während das Einstiegspaket vor allem grundlegende Funktionen wie Zeiterfassung und Fallverwaltung abdeckt, enthalten höhere Tarife zusätzliche Funktionen wie Dokumentenautomatisierung, erweitertes Reporting, Integrationen und Mandanten-Onboarding. Zusätzlich kann eine einmalige Einrichtungsgebühr von bis zu 550 $ anfallen.
Clio wird auf G2 mit 4,6 von 5 Sternen bewertet. Nutzer heben besonders die intuitive Bedienbarkeit und den schnellen Einstieg hervor, während fehlende DACH-spezifische Funktionen wie RVG und beA regelmäßig als Einschränkung genannt werden.
Insgesamt zeigt sich: eine benutzerfreundliche, international etablierte Kanzleisoftware, die für den deutschsprachigen Markt nur bedingt ohne Zusatzaufwand einsetzbar ist.
Unser Eindruck: Clio überzeugt durch eine intuitive Bedienung und einen schnellen Einstieg – das spiegelt sich auch in den Nutzerbewertungen wider. Für Kanzleien im DACH-Raum sollte jedoch vorab geprüft werden, ob RVG-Abrechnung und beA-Integration mit dem gewählten Setup abbildbar sind.
Advoware ist eine etablierte Kanzleisoftware mit Fokus auf klassische Kanzleiprozesse. Die Software deckt Aktenverwaltung, Fristenmanagement und Dokumentenmanagement zuverlässig ab und richtet sich an Kanzleien, die mit festen Strukturen arbeiten und weniger Wert auf flexible oder stark automatisierte Abläufe legen. Die öffentlich genannten Preise starten bei 109 € pro Nutzer und Monat und steigen je nach Funktionsumfang, gewähltem Paket und zusätzlichen Modulen entsprechend an.
Advoware wird auf Trusted.de mit 2 von 5 Sternen bewertet. Nutzer schätzen die Verlässlichkeit und die vertrauten Strukturen, kritisieren jedoch die eingeschränkten Möglichkeiten für moderne, automatisierte Arbeitsabläufe und die geringere Flexibilität im Vergleich zu neueren cloudbasierten Lösungen.
Insgesamt zeigt sich: eine bewährte Kanzleisoftware für Kanzleien mit klassischen Verwaltungsanforderungen, die weniger auf Flexibilität und Automatisierung ausgerichtet ist.
Unser Eindruck: Advoware ist eine solide Wahl für Kanzleien mit klar definierten, klassischen Abläufen. Wer langfristig flexiblere oder stärker automatisierte Prozesse plant, sollte die eingeschränkte Konfigurierbarkeit frühzeitig einkalkulieren.

DATEV Anwalt ist besonders stark in der Verbindung von Kanzlei- und Buchhaltungsprozessen. Für Kanzleien, die DATEV bereits für Steuer und Rechnungswesen nutzen, entfällt der Aufwand für Datentransfers zwischen Systemen. Die Preise werden laut Anbieter individuell auf Anfrage kommuniziert .
DATEV wird auf Trustpilot mit 2 von 5 Sternen bewertet. Nutzer schätzen die tiefe Integration in bestehende DATEV-Prozesse, kritisieren jedoch die eingeschränkte Flexibilität und den hohen Aufwand für Kanzleien, die außerhalb des DATEV-Umfelds arbeiten möchten.
Insgesamt zeigt sich: eine zuverlässige Lösung für Kanzleien, die fest im DATEV-Ökosystem verankert sind – weniger geeignet für Kanzleien, die flexible, automatisierte Abläufe unabhängig von einem einzelnen Anbieter suchen.
Unser Eindruck: Für Kanzleien, die bereits im DATEV-Ökosystem arbeiten, ist die Integration ein echter Vorteil. Wer sich jedoch nicht langfristig an einen einzelnen Anbieter binden möchte, sollte diese Abhängigkeit vorab sorgfältig abwägen.


RA-MICRO ist eine etablierte On-Premise Kanzleisoftware mit einem sehr breiten Funktionsumfang – insbesondere in den Bereichen Abrechnung, Buchhaltung und Aktenverwaltung. Die Lösung ist vor allem für Kanzleien konzipiert, die auf gewachsene Strukturen und eine eigene IT-Infrastruktur setzen. Laut Anbieter starten die Kosten bei etwa 56,70 € pro Nutzer und Monat – je nach Modulauswahl und Konfiguration kann der tatsächliche Gesamtpreis jedoch deutlich höher ausfallen.
Auf Trusted.de wird RA-MICRO mit 2,1 Sternen bewertet. Der große Funktionsumfang wird von Nutzern anerkannt – gleichzeitig wird die Bedienung häufig als komplex und der Einarbeitungsaufwand als hoch beschrieben.
Insgesamt zeigt sich: eine funktionsstarke Kanzleisoftware für gewachsene Strukturen, die im Vergleich zu modernen cloudbasierten Lösungen jedoch häufig komplexer, weniger übersichtlich und mit mehr manuellem Verwaltungsaufwand verbunden ist.
Unser Eindruck: RA-MICRO bietet einen der breitesten Funktionsumfänge am Markt – ein klarer Vorteil für Kanzleien mit komplexen Anforderungen. Der Einarbeitungsaufwand und die Abhängigkeit von lokaler IT-Infrastruktur sollten bei der Entscheidung jedoch realistisch eingeplant werden.
Die Auswahl der passenden Kanzleisoftware hängt weniger von einzelnen Funktionen ab, sondern davon, wie Ihre Kanzlei arbeitet und welche Anforderungen sie langfristig erfüllen soll.
Die in diesem Vergleich vorgestellten Lösungen decken ein breites Spektrum ab: von klassischen On-Premise-Systemen wie RA-MICRO und Advoware, die vor allem für Kanzleien mit gewachsenen Strukturen und eigener IT-Infrastruktur geeignet sind, über DATEV Anwalt für Kanzleien, die tief im DATEV-Ökosystem verankert sind, bis hin zu cloudbasierten Lösungen wie Clio und VIER iusta, die ortsunabhängiges Arbeiten ohne eigene IT-Infrastruktur ermöglichen.
Klassische Systeme eignen sich vor allem für die digitale Abbildung bestehender Abläufe. Cloudbasierte Lösungen ermöglichen ortsunabhängiges Arbeiten und reduzieren den technischen Aufwand. Unterschiede zeigen sich insbesondere darin, wie flexibel Prozesse angepasst und in welchem Umfang Aufgaben automatisiert werden können.
Wenn Sie vor allem bestehende Strukturen digital verwalten möchten, kommen klassische oder standardisierte Lösungen infrage. Wenn Sie Abläufe strukturieren, vereinfachen und langfristig effizienter gestalten möchten, kann ein flexibler Plattformansatz sinnvoll sein, bei dem Prozesse individuell gestaltet werden können.
Entscheidend ist letztlich, welche Arbeitsweise Ihre Kanzlei heute hat – und wie sie sich in Zukunft weiterentwickeln soll.
Nachfolgend haben wir die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick zusammengestellt:
| Tool | Gut geeignet für | Weniger geeignet für |
|---|---|---|
| iusta | skalierende digitale Kanzleien | reine Standardverwaltung |
| Clio | digital affine Kanzleien mit internationalem Fokus | DACH-spezifische Anforderungen ohne Zusatzaufwand |
| Advoware | klassische Kanzleien mit festen Strukturen | flexible, automatisierte Prozesse |
| DATEV Anwalt | Kanzleien im DATEV-Ökosystem | flexible Abläufe außerhalb von DATEV |
| RA-MICRO | etablierte Kanzleien mit komplexen Strukturen | moderne, cloudbasierte Arbeitsweise |
iusta richtet sich an Kanzleien, die über die klassische Verwaltung hinausgehen und ihre Prozesse aktiv automatisieren und skalieren möchten.
Wo Actaport bestehende Prozesse digital abbildet, ermöglicht iusta deren aktive Umgestaltung – von der Mandatsaufnahme über die Dokumentation bis zur Abrechnung.
Durch individuell konfigurierbare und automatisierte Prozesse lässt sich die Anzahl der bearbeiteten Mandate steigern, ohne dass die interne Organisation proportional mitwächst.
Abläufe werden in iusta nicht nach vorgegebener Systemlogik abgebildet, sondern flexibel an die eigene Kanzleistruktur angepasst.
Wie Actaport ist iusta vollständig browserbasiert und erfordert keine eigene IT-Infrastruktur – geht jedoch in der Tiefe der Prozessgestaltung deutlich weiter.
Weniger geeignet für Kanzleien, die einen standardisierten Funktionsumfang ohne individuellen Anpassungsbedarf suchen.
VIER iusta wird auf OMR Reviews mit 5,0 Sternen bewertet.
Kanzleisoftware wird selten zum Einstiegspreis genutzt. Zusatzmodule, Cloud-Hosting und nutzerbezogene Einrichtungsgebühren bestimmen den tatsächlichen Preis. Dieser Vergleich zeigt, was führende Alternativen zu Actaport kosten.
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